Steve Braun, der talentierte Nachwuchsrennfahrer des MSC Rebland, hat an diesem Wochenende in seiner sportlichen Laufbahn einen Karrieresprung gemacht. Im hessischen Neuenhasslau gelang dem in Rheinweiler lebenden Motorradfahrer zum ersten Mal der Gewinn eines nationalen Titels. Nach einer guten Rennsaison und einem dritten Platz beim Hertinger Grasbahnrennen krönte er seine Leistungen durch den Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Schülerklasse A. Noch können der junge Rennfahrer und seine Eltern das Glück gar nicht fassen. Es war zwar Steves erklärtes Ziel, deutscher Meister zu werden, aber das Feld war ebenbürtig und der große Konkurrent Maik Hofmann hatte noch vor zwei Wochen in Hertingen dem Lokalmatador keine Chance gelassen. Außerdem waren technische Probleme mit Kurbelwelle und Kupplung noch nicht ganz behoben, und das Wetterpech hatte Trainingsläufe auf dem Markgräfler Ring unmöglich gemacht. Aber das Rennen um die deutsche Meisterschaft fand nun auf einer Bahn statt, die bei den Fahrern nicht so beliebt ist, weil sie eine runde und eine spitze Kurve hat und daher schwierig zu fahren ist. Damit ähnelte sie ein wenig dem Trainingsparcours von Steve, was diesem vielleicht zum Sieg verhalf. Immerhin gegen die zwölf besten deutschen Fahrer musste er sich durchsetzen. Spannung war bis zum Schluss gegeben. Nach acht Vorläufen lag Steve zwei Punkte hinter Hoffmann. Das neunte Rennen gewann der MSC-Fahrer. Bei einem erneuten Sieg im Endlauf wäre es zu einem Stechen zwischen den beiden Fahrern gekommen. Beim Endlauf war Steve vom Start weg vorne. Sein Konkurrent attackierte zwar heftig, fand aber nicht die ideale Linie. In der letzten Kurve fuhr Hofmann von hinten auf und stürzte. Nun war der Sieg sicher. Nach dem Heimrennen musste der neu gemachte Motor erst eingefahren werden, damit er wieder Leistung bringt und Dank Papa Bernd und Cousin Manuel, die den ganzen Samstag vor der Meisterschaft die Kupplung ausgetestet haben, kam Steve zum ersten Mal in diesem Jahr ohne Probleme in jedem der 8 Rennläufe als 1. vom Start weg. Nach dem letzten Lauf mussten alle Maschinen sofort ins Bahninnere, wo sie mindestens 30 Minuten nach Rennschluß stehen bleiben müssen. Falls jemand Einspruch erhebt, werden die Motoren aufgemacht und überprüft, teilweise wurden auch Spritproben entnommen und der Vergaser überprüft. Es erhob niemand Einspruch, aber durch Auslosen der besten Drei kam es, so wie es kommen musste, dass Vater Bernd den Motor aufmachen musste. Hätte die Maschine von Steve mehr als 50 ccm oder sonstige Manipulationen vorgewiesen, wäre er disqualifiziert worden und seine Lizenz wäre weg. Der technische Abnehmer war im Gegenteil sehr erstaunt, dass seine Maschine sogar nur 48 ccm vorzuweisen hatte.
|
|
|